Jeanny oder Falk & Falco 

 

von Dirk Heidicke (Uraufführung)

 

Traumatisiert von einem persönlichen Erlebnis will Falk mit großem Aufwand ein neues Musikvideo zu Falcos Skandalhit „Jeanny“ drehen. Er will endlich bebildern, worum es darin seiner Meinung nach geht - und was der damalige Clip aus finanziellem Kalkül verschwiegen hat. Während er der Radio-Journalistin Nina erläutert, was er plant und warum er in dieses Projekt sein gesamtes Vermögen investiert hat, erscheint Alex, der von ihm engagierte Darsteller des Falco, der eine ganz andere Sicht auf die Dinge hat. Und vor allem Nina hat nicht nur ihre eigene Sichtweise, sondern vor allem ein Geheimnis. Dann erscheint die Darstellerin der Jeanny - und das Geschehen nimmt endgültig einen Verlauf, den Falk nicht geplant hat. Und gesungen wird auch viel mehr, als er dachte ...   

Das Stück behandelt die Skandalisierung von Kunst in den Medien, der Politik und der Netz-Gemeinde, die nur noch über Schlagworte und Ausschnitte funktioniert, ohne ein Kunstwerk in seiner Gesamtheit zu beurteilen. Nur wenige kennen das jeweilige Kunstwerk in seiner Gänze, aber alle reden mit. Und der Künstler verdient daran. Aber liegen kalkulierten Skandalen allein Verkaufsabsichten zugrunde? Oder wollen Künstler mitunter provozieren, um gesellschaftliche Diskurse in Gang zu setzen? War das bei „Jeanny“ der Fall? Oder verweigert sich Kunst derart einfachen Antworten?   

  

 

Darsteller:

 

Nina:          Susanne Bard

Jeannette:  Samanta Hinz

Alex:              Axel Herrig

Falk:           Michael Günther Bard

 

 

 

Regie:              Jörg Richter

Ausstattung:    Meyke Schirmer 

 

 

 Premiere  am 15.10.20 ausverkauft

 

weitere Vorstellungen siehe   SPIELPLAN

 

 

Spielort:  Forum Gestaltung

Brandenburger Straße 9